Fenchel - beliebtes Gewürz und unterschätzte Heilpflanze

Teekanne Fencheltee

Fencheltee

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Fenchel Pflanze
Die aus dem Mittelmeerraum stammende Fenchel ist besonders beliebt als Gewürz in Suppen und als Heilmittel gegen Verdauungsbeschwerden.

Der Fenchel (lat. Foeniculum vulgare) ist ein vielseitig einsetzbares Gemüse. Als Gewürz und Heilpflanze findet der Doldenblütler sogar im medizinischen Bereich Verwendung und im Jahr 2009 ernannte man die im Altdeutschen auch als Köppernickel bekannte Pflanze als Arzneipflanze des Jahres. Der erst im 19. Jahrhundert als heute bekanntes Gartengemüse gezüchtete Fenchel blickt auf eine interessante Geschichte zurück. Zudem bietet die Pflanze zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen des Lebens wie z.B. Rezepte.

Die Fenchel Pflanze

Es handelt sich bei dieser Pflanze um ein zweijähriges Kraut, welches bei richtiger Haltung auch dauerhaft überlebt. Die Wuchshöhe variiert stark und reicht von 40 bis 200 Zentimeter. Der Geruch des Fenchels erinnert an Anis. Während des Wachstums ist das Gemüse am bläulich gefärbten, runden Stängel erkennbar, an dem zu späterem Zeitpunkt gefederte Laubblätter an 5 bis 15 Zentimeter langen Stielen sprießen. Unter der Erde bildet der Fenchel knollenähnliche Zwiebeln aus. Die 2 bis 25 Zentimeter langen Stängel tragen Blütenstände mit einem Durchmesser zwischen 5 und 9 Zentimetern. Je nach Wuchskraft bilden die Stiele zwischen 6 und 29 Döldchen aus; selten bis 40 Stück. Am Kelch mit Kelchzähnen befinden sich zwittrige, zu fünft auftretende Blüten. Das wichtigste Erkennungsmerkmal des Fenchels sind seine feinen, gelben Kronblättern. Die kurzen Griffel tragen fünf Staubblätter.

Der Fenchel (Foeniculum vulgare) gehört der Familie der Doldenblütler an. Es handelt sich hierbei um eine ein- bis mehrjährige Pflanze, die ihren Ursprung im Mittelmeerraum hat. Inzwischen wächst sie auch woanders, sicherlich bedingt auch durch den Klimawandel. Ihre Blütezeit erlebt der Fenchel in den Monaten Juli bis September. Das Wurzelgewächs wird in der Regel 1-2 Meter hoch. Die gelben Blüten, die in Dolden angeordnet sind, stellen die medizinisch wertvolle Heildroge dar.

Aufgrund der Tatsache, dass die Früchte nicht gleichzeitig reifen, ist die Ernte sehr aufwendig und wird häufig in mehreren Schritten wiederholend durchgeführt. Dabei gehen die Arbeiter durch die Kulturen und schneiden einzig und alleine die reifen Dolden heraus. Dieser Vorgang wird als Kämmen oder Traumeln genannt und so ein erlesener Fenchel mit jenem Zusatz versehen ( z.B. Kammfenchel ). Natürlich ist diese Ernteart von höchster Qualität, vergleiche man diese mit der maschinellen Abmähtechnik der industriellen Erntegewinnung. Schlussendlich werden die Früchte des Fenchels durch das Dreschen gewonnen. Oft zerfallen sie dann nach dem Trocknen in beide Teilfrüchte. Erfahren Sie hier mehr zum Thema Wirkung des Fencheltees.

Die Geschichte des Foeniculumvulgare (Fenchels)

Ursprünglich wuchs Fenchel vor allem um das Mittelmeer und in Vorderasien. Schnell erkannte man seine vielzähligen Wirkungen, sodass er bereits in der Antike zum Würzen und gegen körperliche Leiden eingesetzt wurde, etwa für die Heilung von Nieren- und Blasenleiden. Zu späterem Zeitpunkt entdeckten die Römer den Foeniculum vulgare und brachten die Pflanze nach Mitteleuropa. Für die offizielle Einbürgerung sorgten aber die Mönche, die das Gemüse in Mittel- und Nordeuropa ansiedelten. Als am meisten vertretene Klosterpflanze erfreute sich der Fenchel aufgrund seiner Wirkungen großer Beliebtheit.

Fenchel selbst anbauen

Menschen mit einem Balkon oder einem Garten können ihren Fencheltee auch ganz frisch zubereiten, indem man frischen Fenchel nutzt. Wer selber den Fenchel anbauen möchte, sollte folgende Tipps beachten:

  • Die Aussaat der Fenchelsamen erfolgt ab Mitte März bis Anfang April. Es wird empfohlen dies im Gewächshaus zu tun, der Garten oder Balkon ist aber eine Alternative. Nach Ablauf von drei Wochen, werden die Setzlinge in kleine Töpfchen mittels eines Pikierstabs eingesetzt und für den gleichen Zeitraum bei Temperatur von 15- 20 Grad Celsius hochgezogen.
  • Anschließend wird er dann draußen in mit Vlies abgedeckten Rillen verpflanzt. Nachdem der Fenchel viel Platz um sich herum braucht, ist es sinnvoll ihn in einem Abstand von 30-40 cm voneinander zu positionieren. Der Boden sollte nährstoffreich sein, optimal wäre ein kompostierter Untergrund oder eine bis zweimalige Verwendung eines Flüssigdüngers.

Als eine ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze, mag der Fenchel einen sonnigen und warmen Standort. Zudem sollte das reichliche Giessen nicht vernachlässigt werden. Erfüllt man die oben erwähnten Kriterien, steht einer gelungenen Ernte im Herbst nichts im Wege.

Fenchel richtig ernten

Die für den Fencheltee interessanten Früchte (Samen) werden Ende September geerntet, vorausgesetzt man hatte mit dem Aufziehen im April angefangen. Die Blätter des Fenchels können auch zwischendurch geerntet werden. Die Knollen sollten gut 4 Monate nach der Aussaat (Ende September/Anfang Oktober) geerntet werden, da Sie womöglich bei späteren Auslese, zähe und wenig schmeckende Pflanze bekommen. Um das Gedeihen der oberirdischen wachsenden Knollen zu fördern, kann man diese mit etwas Erde zu bedecken. Sofern man sich entscheidet den Fenchel später zu ernten, kann eine luftige Laubschicht dem eventuellen Frost entgegenzuwirken. Frischer Fenchel eignet sich natürlich auch besonders gut für Frauen in der Schwangerschaft oder Babys.

Krankheiten des Fenchels

Pilzerkrankungen zählen zu den am häufigsten auftretenden Infektionen. Cercosporidium-Flecken und Echter Mehltau gehören dazu. Oft machen auch Schädlinge, wie beispielsweise Schnecken und Blattläuse dem Fenchel das Leben schwer. Weiterhin sind die Erwinia-Fäule und die Pseudomonas-Fäule, ausgelöst durch Bakterien, bekannt. Gelegentlich bekommt das Gemüse braune Ränder an dickeren Blättern und treibt vorzeitig Blüten aus, die oft nicht überleben.

Inhaltsstoffe und Wirkstoffe im Fenchel

Wichtige Wirkstoffe der Heilpflanze Fenchel sind die ätherischen Öle, zu denen beispielsweise Fenchanon, cis-Anethol und Myrcen gehören. Die unterschiedlichen Öle finden sich in den verschiedenen Teilen des Fenchels, in der Frucht und der Wurzel. Zudem enthält die Pflanze Kieselsäure, diverse Mineralsalze wie auch Stärke. Wie alle Gemüsesorten enthält auch dieses Doldengewächs unterschiedliche Vitamine: Vitamin A, welches wichtig für das Nerven- und Blutsystem ist; außerdem Vitamin B für beispielsweise die Regulierung der Darmflora und Vitamin C zur Stärkung des Immunsystems.

Wirkungen und Anwendungen des Fenchels

Der Samen des Fenchels enthält eine Vielzahl von Mineralien, phytoöstrogene sowie sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Fenchon, Camphen und Anethol. Diese Inhaltsstoffe machen den Fenchel wirkungsvoll gegen eine Vielzahl von Beschwerden, wie

  • Blähungen,
  • Verdauungsstörungen,
  • das Reizdarmsyndrom (IBS),
  • Bluthochdruck,
  • niedrige Milchproduktion bei stillenden Frauen,
  • das prämenstruelle Syndrom (PMS),
  • ein hormonelles Ungleichgewicht,
  • eine geringe Libido,
  • Prellungen,
  • Mundgeruch,
  • Koliken bei Babys,
  • Sehkraft,
  • eine Verstopfung der Nasennebenhöhlen
  • und gegen chronischen Husten.

Fencheltee – Wirkung des Fenchels in Teeform

Der Fenchel gilt heute als eine viel verwendete Pflanze. Sie wird sowohl als Gemüse, wie auch Gewürz und vor allem aber als Heilpflanze verwendet. Bereits in der Antike wussten die einstigen Heiler um die magische Zauberkraft der Heilpflanze. Was vor mehr als 2000 Jahren galt, ist auch heute genauso aktuell. Der Fenchel ist ein fester Bestandteil der Hausapotheke geworden und aus dieser nicht wegzudenken.

Der Hauptwirkstoff des Fenchels ist das ätherische Öl, welches leichter zu Entfaltung kommt, wenn man die Früchte vorher zermörsert.  Das Öl besteht aus mindestens 50% trans-Anethol, Fenchon, Eiweiß, Zucker und anderen Begleitstoffen.

Der Fencheltee wirkt in erster Linie beruhigend, krampflösend und verdauungsfördernd. Er gilt als zuverlässiger Partner zu Bekämpfung von diversen Problemen des Magen-Darm-Bereiches. So können Blähungen und Verdauungsprobleme mit seiner Hilfe häufig reguliert und gelindert werden.

Als auswurfförderndes und schleimlösendes Mittel geniesst der Fenchel den Status des unverzichtbaren Helfers zur Fragen der Heilung der oberen Atemwege infolge von Husten und Erkältungen.

Zu guter Letzt ist seine entzündungshemmende, antiseptische und milchsekretsfördernde Eigenschaft von unschätzbarer Bedeutung bei jungen bzw. stillenden Müttern und deren Kleinbabys.

Aufgrund der mannigfaltigen Eigenschaften und der vielseitigen Wirkungspalette liegt es nahe, den Fencheltee als Alternative zu chemischen Präparaten zu Hause zu führen. Es gilt jedoch wie immer, bei ernst zu nehmenden Erkrankungen sofort den Hausarzt aufzusuchen oder Rücksprache mit dem Apotheker zu führen.

Schneller abnehmen mit Fencheltee?

Immer wieder kursieren Gerüchte, dass man durch das regelmäßige trinken von Fencheltee schneller abnehmen kann. Dies stimmt leider so nicht ganz. Fencheltee wirkt gegen Blähungen und durch diese könnte der Bauch größer wirken. Trinkt jemand also viel Fencheltee, werden Blähungen vermieden und der Bauch könnte etwas flacher wirken.

Hilfe bei Husten mit Fencheltee

Fenchel (botanisch Foeniculum vulgare) war bereits den Römern als klassische Heilpflanze bekannt. Bevorzugt wurde der Fenchel als Tee zur Gewichtsabnahme oder auch zur Verbesserung der Sehkraft eingesetzt. Heute ist Fenchel, meist als Öl oder Tee, noch immer sehr beliebt – wenn auch fast schon als Klassiker zur Behandlung von Atemwegsinfektionen. Von einfachen Erkältungen bis hin zu Asthma wird Fenchel empfohlen. Aber hilft Fenchel hier tatsächlich? Wie wirksam ist Fencheltee bei der Bekämpfung von Husten?

Fenchel bei Atemwegsinfektionen

Fencheltee ist schleimlösend und hat antimikrobielle Eigenschaften, wodurch Fenchel traditionell in der Kräutermedizin eingesetzt wird. Husten, Schnupfen und Infektionen der oberen Atemwege werden mit Fenchel behandelt. Fenchel wird allgemein auch zur Linderung von Symptomen bei Keuchhusten, Asthma und Bronchitis empfohlen.

Anwendung: Fenchel als Teezubereitung – drei Mal täglich mit dem Fencheltee gurgeln.

Besonders bei Kindern wird Fenchel traditionell auch als Hustentee eingesetzt. Um aber den unmittelbaren Nachweis der Wirkung des Fencheltees gegen Hustenbeschwerden zu erbringen, muss eine Doppelblindstudie unter klinischen Bedingungen durchgeführt werden. Die Durchführung einer solchen Studie bezogen auf Husten steht zwar noch aus, jedoch zeigen andere Studien viele positive Eigenschaften des Fenchels auf, die einen Krankheitsverlauf der Atemwege günstig beeinflussen können. Fenchel besitzt demnach eine antioxidative, entzündungshemmende, krampflösende und abschwellende Wirkung. Diese nachweislichen Eigenschaften des Fenchels sind auch bei Erkältungen, Husten und Verschleimung effektiv in der Bekämpfung der Symptome und im Gesamtverlauf heilungsfördernd.

Einige Studien berichten auch über die Wirksamkeit des Fenchelsamens bei verstopfter Nase, den Nasennebenhöhlen sowie bei chronischem Husten und Grippesymptomen. In diesen Studien wurde eine Verbesserung der Symptome beobachtet.

Anwendung zur Inhalation von Fenchel: Wasser aufkochen (ca. 1 Liter) und 4 bis 5 Teelöffel Fenchelsamen hinzufügen. Lehnen Sie sich über den Topf, dabei ein Handtuch oder ein großes Tuch über Kopf und Topf legen, und – tief durchatmen.

Fencheltee während der Schwangerschaft und fürs Baby

In freudiger Erwartung auf den Nachwuchs machen sich die künftigen Eltern viele Gedanken um das ungeborene Kind. In erster Linie soll die Schwangerschaft eine außergewöhnliche Zeit sein, und jeder Augenblick richtig genossen werden. Wenn das Baby erst einmal da ist, wird nichts mehr wie es war.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt (seit mehr als 10 Jahren) das Baby, die ersten 6 Monate voll zu stillen. Dadurch sollen etwaige Wachstumsprobleme und das Risiko einer Infektion vermieden werden. Trotz dieser Empfehlung ist es ratsam, in manchen Fällen auf die Unterstützung des Fencheltees zu greifen. Der Tee wirkt dann über die Muttermilch, sofern, die Mutter diesen konsumiert (2-3 Tassen), oder kann der Milch (oder der Breinahrung) beigemengt werden und so direkt dem Baby verabreicht werden.

Bei Bauchschmerzen und Blähungen des Kleinkindes, die im übrigen häufig aufgrund des nicht ausgereiften Verdauungssystems auftreten, sollten neben dem Einsatz von Fencheltee auch das Saugverhalten und die Stillposition des Babys überprüft werden. Es kommt nämlich häufig vor, das ein nicht richtig angelegtes Kind, nicht einwandfrei saugt. Dies führt wiederum dazu, dass das Baby, Unmengen an Luft aufsaugt, welche dann zu den Blähungen führen. Manchmal hilft auch schon eine kleine Bauchmassage, in dem man

Bis 3,5 Monate:

max. 150 ml Fencheltee innerhalb von 24h, jedoch nicht mehr als 50ml auf einmal

Zwischen 4-6 Monate:

max. 250 ml Fencheltee innerhalb von 24h, jedoch nicht mehr als 100ml auf einmal

Ab 6 Monate:

nach der Stillzeit darf nun mehr Trinken angeboten werden.

Es wird empfohlen, einen extra für Kleinkinder und Babys entwickelten Fencheltee einzusetzen (aus Fenchelsamen). Die herkömmlichen kuvertierten Teemischungen aus dem Supermarkt könnten unter Umständen Rückstände von anderen Kräutern aufweisen, welche durchaus dem Kleinkind einen Schaden zufügen könnten. Außerdem sollte auf eine dauerhafte Fenchelteetherapie verzichtet werden, zumal der Tee die bedenklichen Inhaltsstoffe Estragol und Methyleugenol aufweist. Daher sollte eine etwaige längere Anwendung von Fencheltee mit dem Kinderarzt abgesprochen werden.

Zubereitung des Fencheltees bei Babies

Einen Teebeutel in eine Glaskanne geben, diesen mit sprudelnden Kochwasser übergießen und etwa 5 Minuten lang ziehen. Anschließend den Aufgußbeutel entfernen, den Fencheltee in eine Thermoskanne umfüllen und dort maximal 12h aufbewahren. Ein Fläschchen mit ca. 50 ml kann dann dem Baby gegeben werden, allerdings nach 2h der Tee wieder durch einen frischen ersetzt. Natürlich vorhin den Fenchentee abkühlen lassen.

Kaum Nebenwirkung beim Fencheltee

Während und unmittelbar nach der Schwangerschaft ist der Fencheltee mit seinen entzündungshemmenden, verdauungsfördernden und milchsekretsanregenden Eigenschaften für Mutter und Kind ein hilfreicher Alltagsbegleiter.

Es sind so gut wie keine Nebenwirkungen zu befürchten. In ganz seltenen Fällen hat man allergische Erscheinungen und Reaktionen auf der Haut und im Magen-Darm-Trakt beobachtet.

Fencheltee aus frischem Fenchel selbst zubereiten

1 gehäufter Teelöffel Fenchelfrüchte, die zuvor zerdrückt wurden, übergießt man mit 250ml kochendem Wasser und lässt die Mischung gut 10 Minuten lang ziehen. Anschließend wird das ganze abgeseiht. Der Fencheltee kann mit Honig gesüßt werden, die Alternative wird jedoch den Diabetikern abgeraten. Auf das Süßen des Tees bei der Anwendung gegen Magenprobleme und Blähungen sollte genauso verzichtet werden. Bei Beschwerden trinkt man zwischen den Mahlzeiten den warmen Fencheltee von einer bis zur mehreren Tassen täglich.

Variationen des Fencheltees

Neben der obengenannten Grundvariante gibt es auch noch die empfehlenswerte Mischung mit Kümmel und Anis. Alle 3 Zutaten werden dabei zu gleichen Teilen dosiert (die dann einen gehäuften Teelöffel ergeben), zerdrückt, mit 250ml siedendem Wasser übergossen und nach gut 10 Minuten durch einen Teesieb gegeben. Durch die Anisnote schmeckt der Tee bekömmlicher.

Sofern man die Teemischung  nicht selber zubereiten will/kann, gibt es natürlich die Möglichkeit, die fertigen Produkte und Mischungen, in der Apotheke, dem Reformhaus oder gut sortierten Lebensmittelläden zu kaufen.

Lagerung des Fenchels

Fenchel verdirbt bei unsachgemäßer Lagerung. Daher ist es wichtig, das Gemüse idealerweise bei einer Umgebungstemperatur von 0 bis 5 °Caufzubewahren. Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 90 und 95 Prozent. Diese Möglichkeit der Lagerung bietet ein Gemüsefach im Tiefkühlschrank.

Fenchel Rezepte

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Nicht nur als Heilpflanze erfreut sich Fenchel großer Beliebtheit. In der Küche lässt sich der Doldenblütler vielseitig verarbeiten. Wer die kräftigen Aromen Fenchels mag, wird sich an den verschiedenartigen Gerichten erfreuen. Fenchel lässt sich sowohl roh als auch gekocht verzehren, was facettenreiche Möglichkeiten in der Küche mit sich bringt. Zahlreiche leckere und gesunde Rezepte lassen sich für unterschiedliche Geschmäcker zubereiten, angefangen von warmen Speisen bis hin zu knackigen Fenchel Salaten. Und das Beste: Sie können Fenchel selber anbauen!

Fenchelsalat mit Orangen und Oliven

Fenchelsalat gehört wohl zu den beliebtesten Verwendungsmöglichkeiten für das Gemüse Fenchel. Eine italienische Variante ist der Fenchelsalat mit Orangen und Oliven. Der ursprünglich aus Sizilien stammende Salat dient als Vorspeise und Beilage, je nach Wunsch. Die Oliven, das Öl, der Fenchel und die Orangen sorgen für eine gesunde Portion Vitamine, etwa Vitamin C für ein gesundes Immunsystem. Die zusätzlich eingebrachten Fenchelsamen werden zuvor geröstet, in einem Mörser zerstoßen und schließlich dem Salat beigemengt. Das Aroma dieser Speise lässt sich eher als herb bezeichnen. Für ein klein wenig Süße sorgen die aufgestreuten Orangenstücke. Soll der Salat doch etwas süßer sein, empfiehlt sich der Fenchelsalat mit Orangen und flüssigem Honig. Anstelle von Oliven werden in diese Speise unter anderem Obstessig und Pinienkerne verwendet, zumal der Orangenteil hier größer ist: Geriebene Schale, Orangenstücke- und Saft sind Bestandteil der frischen Speise. Die Zubereitung muss jedoch nicht mit Orange abgeschmeckt werden. Stattdessen schmeckt auch Apfel darin gut.

Fenchelsalat mit Fleisch

Weniger süß, dafür aber kräftiger im Aroma ist Salat mit Paprikawurst. Zwar werden auch hier Orangen verarbeitet, diese nehmen jedoch einen geringeren Teil ein. Für den gewünschten Salatgeschmack sind geräuchertes Paprikapulver, Balmasicoessig und beigelegten Landjäger zuständig. Unter „Landjäger“ sind Rohwürste zu verstehen, die während der Herstellung einen Tag lang geräuchert und luftgetrocknet wurde. Durch den Räuchervorgang entsteht das kräftige, rauchige Aroma.

Fenchelsalat mit Mayonnaise

Eine andere Möglichkeit ist der Fenchelsalat mit Safranmayonnaise. Weißweinessig, Estragon, ein wenig Orange und die vollständig verwerteten Fenchelknollen geben hier den Geschmack vor. Für jede Vorliebe gibt es ein bestimmtes Salatrezept, sodass Liebhaber süßer und herber Aromen auf ihre Kosten kommen. Bevor der Fenchel zum Salat verarbeitet wird, muss die Pflanze vorbereitet werden. Der Vorteil: Es muss nichts in den Müll geworfen werden, da alle Teile verwertbar sind.

Fenchel richtig vorbereiten

Zu beginn werden die Wurzelansätze entfernt. Der grüne Teil der Gemüsepflanze wird abgeschnitten und beiseite gelegt. Die Wurzelstücken müssen nicht entsorgt werden, sondern lassen sich zerkleinert in Soßen und anderen Speisen zum Würzen verwenden. Nun folgt das Abwaschen. Am besten putzt man den Fenchel mit den Fingern sauber. Das genügt für eine ausreichende Reinigung. Zerschnitten ist die Fenchelknolle leichter zu handhaben, weswegen diese in der Mitte halbiert wird. Der dicke Strunk im Zentrum der Knolle wird herausgelöst. Durch einen keilförmigen Schnitt lässt sich der gesamte Teil gut entfernen. Die halbierte Knolle ist nun fertig vorbereitet und kann nach eigenem Ermessen und Bedürfnissen weiterverarbeitet werden.

Tipp: Wer die gesamte Knolle nicht sofort benötigt, legt den Rest in einen Frischebeutel und lagert ihn ihm Kühlschrank, bis zu zwei Wochen.

Fenchelsuppe

Wer die nach Anis schmeckende Gemüsepflanze lieber als Mahlzeit zu sich nimmt, mag vielleicht eine Suppe. Die „basische Fenchelsuppe“ klingt nicht nur gesund, sie ist es auch. Während der Zubereitung wird die Mahlzeit unter anderem mit Kartoffeln, Karotten und Zwiebel angereichert – Pflanzen auf basischer Ebene. Ähnlich wie das heiße Getränk lindert die Fenchelsuppe Erkältungsbeschwerden und stärkt die Abwehrkräfte des Körpers. Aufgrund des kräftigen Geschmacks ist dieses Mal nicht Jedermanns Lieblingsspeise.

Fenchel als Gewürz

Weiterhin lässt sich Fenchel gut als Gewürz verarbeiten. Seit Traditionen wird das Gemüse zu Fisch, vor allem Seebarsch, serviert. Diese Zubereitungen sind aufgrund ihrer geschmacklichen Vielfalt sehr beliebt, da andere Nahrungsmittel nach Belieben ergänzt werden können, zum Beispiel Kartoffeln. Der Fisch wird auf dem getrockneten Gemüse flambiert. Fenchel dient dabei nicht nur als Grundlage, sondern als Aromaverstärker und Zusatz. Fein gehackt wird er gelegentlich mit Hackfleisch vermengt. Zerkleinerte Fenchelblätter werden als Gewürz für Suppen und Salate gebraucht.

Fenchelbrot

Nicht nur im Kochtopf finden Fenchel seine Verwendung. Wer gerne bäckt, bereitet ein gesundes „Weihnachtsbrot nach Schwedischer Art“ zu. Das Gewürz wird gemahlen in den Teig gemischt, sodass das Gebäck nach dem Backen durch sein typische Aroma überzeugt. Dieses Brot finden bei Liebhabern kräftiger Geschmäcker Anklang, da das Aroma nicht dem eines herkömmlichen Brotes vergleichbar ist.

Mayonnaise mit Fenchel

Eine ganz andere Zubereitung ist Fenchel in Mayonnaise. Die dickflüssige Soße wird gern zu Salaten verspeist und zu Gegrilltem gegessen. Je nach Wunsch wird das Gewürz gehackt oder gemahlen in die Speise gegeben. Abhängig von der beigefügten Menge lässt sich die Mayonnaise leicht verfeinern oder mit einem starken Aroma versetzen. Wer den typischen Mayonnaisegeschmack lieber mag und nur eine Fenchelnote bevorzugt, entscheidet sich für die erste Zubereitung. Die letzte Variante schmeckt vor allem Genießern. Ein anderes Gebäck ist Shawarma – zusammengerolltes, arabisches Fladenbrot, gefüllt mit Fenchelsalat und zartem Putenfleisch.

Hinweis:
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